Nageln oder schrauben?

Unter Dach sind Schrauben (Spax, Holzschlüsselschrauben oder Schlossschrauben) richtig, vor allem wenn Nägel nicht durchgehen dürfen und somit nicht umgeschlagen werden können und vor allem, wenn geleimt wird. Somit gilt: der Kanzelkopf soll geschraubt werden, zumindest die tragenden Teile. Bei fahrbaren Kanzeln ist zusätzlich Leimen Voraussetzung für Haltbarkeit.

Wie Steht es mit dem Untergestell?
Hier ist es genau umgekehrt. Im Freien sind durchgehende Schrauben falsch und führen in ungünstigen Fällen zu Bruch.

Hier die Erklärung:
Gehen wir davon aus, dass halbtrockenes rissfreies Holz (vollkommenes Austrocknen dauert einen Sommer, dann erst hat es Längsrisse) verarbeitet wird, zum Beispiel Kantholz 10 x 10 cm oder Rundholz 8 cm Durchmesser (Untergestelle aus Rundholz, gefräst, oder besser roh, sind statisch belastbarer und dauerhafter, - insbesondere wenn zuverlässig imprägniert - und sie sind wesentlich leichter). Werden die Hölzer (Rundholz oder Kanzholz) mit einer durchgehenden Schraube verbunden (10 mm Schraube verlangt 11 mm Loch) so ist die Verbindung fest, vor allem wenn große Beilagscheiben unter die Muttern gelegt sind. Das Bauwerk geht durch den Winter (feuchte Jahreszeit). Die Hölzer nehmen Wasser auf (nicht imprägniertes Holz besonders viel) und wollen sich ausdehnen, aber die Schrauben lassen es nicht zu. Die Folge: das Holz staucht sich (die Zellen werden zusammen gedrückt). Es kommt der Sommer, das Holz trocknet aus und schwindet (das gestauchte Holz schwindet nochmals und wird kleiner). Die Folge: die Schrauben wackeln im Bohrkanal, man kann die Muttern per Hand herunter drehen, die Schrauben fungieren nur noch als lockerer Bolzen. Es kann zu Aufspreißelungen kommen, insbesondere wenn sich die Schrauben zu weit am Ende der Hölzer befinden, denn Kiefer, Lärche, Douglasie - weniger die Fichte - haben häufig ungeraden Faserverlauf und drehen sich beim Trocknen zu einem "Propeller". 4 m - Stangen/Kanthölzer bis zu 45° (siehe nachfolgende Darstellung).

Deshalb: Nägel verwenden, weil Nägel die Drehung mitmachen. Nägel ab einem Durchmesser von 4 mm vorbohren (0,5 mm kleiner). Das Holz platzt nicht auf und der umgeschlagene (vernietete) Nagel sitzt auch nach mehrmaligem Quellen/Austrocknen fest im Holz. Aus statischen Gründen sollen Nägel vorgebohrt werden. Der Abstand des Bohrloches zum Ende des Holzes soll, mindestens 10 cm betragen.

Mit Nägeln, statt durchgehenden Schrauben geht der Hochsitzbau doppelt so schnell und ist billiger. Kantholz soll im Vergleich zu Rundholz den doppelten Querschnitt aufweisen (statt Rundholz Durchmesser 80, Kantholz 100 x 100), insbesondere im Vergleich Fichtenrundholz zu Kiefer, Lärche-Kantholz, (wenn gleiche Stabilität verlangt wird).

Mit Kantholz arbeitet man in der Regel schneller, wäre da nicht das doppelte Gewicht. Rundholz verlangt mehr Können vom Amateurzimmerer, denn es muss zum Anschlagen (einseitig am stärkeren Ende) abgeflacht werden, damit die Verbindung nicht durch Hebelwirkung (Herunterdrehen) gesprengt wird. (siehe Zeichnung unten)

Es ist sinnvoll Rundholz-Gestelle mit Latten, Brettern oder besser Halbrundhölzern zu verstreben.

Der Bau ist fertig und sieht gut aus. Zur Großansicht bitte ins Bild klicken!

Nageln oder schrauben beim Jagdkanzelbau

Weiter zu "Spezialimprägnierung"

Original Reindl-Kanzel

Erfahrung: Unsere über 30-jährige Erfahrung im Bau von Jagdkanzeln ermöglicht uns die Herstellung hochwertiger, bequemer und jagdtauglicher Ansitze.

Besonderheiten: Leicht und stabil. Unsere Kanzeln stehen in jedem Gelände waagerecht.

Bestellung und Kontakt

Siegfried Reindl - Jagdkanzeln

Tel.: 09653 / 9292090
Fax.: 09653 / 929355
Email: info@reindl-kanzel.de
Website: www.reindl-kanzel.de

Handy: 0151-16579956

 

Design downloaded from Zeroweb.org: Free website templates, layouts, and tools.