Welches Holz eignet sich für Hochsitze / Untergestelle?

Der Verfasser arbeitet seit 50 Jahren mit Holz und baut seit nahezu 30 Jahren Jagdeinrichtungen. Er erhebt keinen Anspruch auf vollständige Richtigkeit seiner Ausführungen.

Alle Nadelhölzer sind gut geeignet für Leitern und Untergestelle. Fichte, (Tanne,) Douglasie auf der einen, Kiefer, Lärche auf der anderen Seite müssen Winden und Schneedruck trotzen. Wären sie nicht bruchfest, gäbe es sie nicht. Entrindet und getrocknet sollen sie verarbeitet werden. Werden die Hölzer rundgefräst oder geschnitten zu Kanthölzern, so vermindert sich die Bruchfestigkeit (im Querschnittsvergleich). Während Fichte, Tanne, Douglasie rundgefräst in der Festigkeit gering abnehmen, schwindet bei Lärche, Kiefer diese um 30 bzw. 50 %. Schnittholz aus Kiefer, Lärche, teilweise auch von Douglasie verliert noch mehr gegenüber dem Naturzustand. (Tanne wird nicht weiter untersucht, weil wegen Seltenheit nicht verfügbar.)

So kann z. B. ein Kantholz 8x8 cm aus Kiefer, Lärche, Douglasie brechen, wenn es zu Boden fällt. Dem begegnet man, indem statt 8x8 ein Kantholz 10x10 oder noch stärker verwendet wird. Gegenüber einem Fichtekantholz 8x8 bekommt man dann mehr als doppeltes Gewicht, da Kiefer 30 %, Lärche, Douglasie 50 % schwerer sind als Fichte.

Die Ursache für diese Unterschiede in der Bruchfestigkeit liegt in der Ästigkeit und im Faserverlauf. Fichte hat viele kleine, gut verteilte Äste und ist gerade gewachsen. Lärche und Douglasie haben Krümmungen und unregelmäßigen Wuchs (Drehwuchs). Kiefer hat zusätzlich noch starke Astquirle. Diese Astquirle (Astumwallungen) geben im Rohzustand dem Schaft die nötige Stabilität. Durch Fräsen und besonders durch Schneiden werden diese Astumwallungen und Krümmungen weggenommen, übrig bleibt der Kernbereich mit gravierenden Festigkeitsmängeln.

Wer groß dimensionierte gewichtige, optisch ansprechende Einrichtungen bevorzugt, ist mit Kiefer, Lärche, Douglasie gut bedient. Wer schnell eine Einrichtung bauen will und große Kraftanstrengungen meidet, der fährt mit Fichte am besten. Letztendlich entscheidet meist die Verfügbarkeit, welche Holzart eingesetzt wird.

Zusammenfassend ist zu sagen:

Fichtenholz ist am wirtschaftlichsten. Es verlangt weniger Holzkenntnisse beim Sortieren nach Tauglichkeit als z. B. Kiefer.

In Zahlen ausgedrückt:
Von 100 gefällten Stangen sind tauglich bei Fichte 90, bei Kiefer 40 bis 80.

Auf fast allen Standorten findet sich taugliches Holz. Es muss nur gut ausgewählt werden. Wie tauglich und dauerhaft Holz ist, hängt ab vom Wuchsgebiet. Magere Böden und Höhenlagen z. B. bringen feinringiges (langsam gewachsenes) Holz hervor, allerdings mit Fehlern wie Krümmungen, Drehwuchs, eingewachsener Gipfelbruch, grobastig usw.

Großen Einfluss auf die Festigkeit/Dauerhaftigkeit von gefrästen Rundholz/Schnittholz hat die maschinelle Bearbeitung. Grundsätzlich gilt: Rundholz ist doppelt so stabil wie Schnittholz und wehrt die Fäulnis viel länger ab, vor allem dann, wenn ein Längsschnitt gemacht ist.

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